Steroide im Fitnessstudio: Auch Hobbysportler greifen häufig zu Dopingmittel

Steroide im Fitnessstudio: Auch Hobbysportler greifen häufig zu Dopingmittel

Der Typ der veresternden Carbonsäure bestimmt die Dauer der anabolen Wirkung. Kurzkettige Ester (C2–C4) ergeben kürzer wirksame anabolikawirkung mit Halbwertszeiten von zwei bis drei Tagen, während längerkettige Ester (C7–C10) Halbwertszeiten bis zu 30 Tagen aufweisen. Diese Derivate sind stark androgen und können wegen ihrer ungesättigten C-4,5-Doppelbindung aromatisiert werden. Wir beobachten in unserer Region einen zunehmenden Gebrauch dieser Substanzen.

HDL (High Density Lipoprotein) ist das „gute“ Cholesterin, da es Cholesterin zur Leber transportiert, wo es verstoffwechselt wird. Ein hoher HDL- Wert bedeutet, dass weniger Cholesterin die Arterien verstopft und Herzerkrankungen hervorrufen kann. Je höher der HDL- Wert und je niedriger das Gesamtcholesterin, desto geringer ist das Risiko für die Entstehung von Herzerkrankungen.

Anabole Steroide und ihre Nebenwirkungen

Der anabole Effekt des Testosterons regt primär den Eiweißaufbau (Proteinsynthese), insbesondere im Skelettmuskel, an. Von Doping spricht man laut dem “Arbeitgeberverband deutscher Fitness-und Gesundheit-Anlagen” deswegen eiegntlich auch nur, wenn Hochleistungssportler zu illegalen leistungsfördernden Medikamenten greifen. Wenn Breiten- und Freizeitsportler Steroide zum Muskelaufbau konsumieren, wird das dagegen als Medikamentenmissbrauch bezeichnet. Trotz der gefährlichen Nebenwirkungen nutzen viele Hobbysportler die leitungsfördernden Substanzen, um schnell Muskeln aufzubauen.

  • Gynäkomastie (Anschwellung der Brustdrüsen) tritt besonders häufig bei Jugendlichen, bei älteren Patienten und bei exzessivem Gebrauch ein.
  • Unbehandelte Jugendliche leiden unter anderem unter Hochwuchs und einer unterentwickelten Muskulatur.
  • Nach Schätzungen beträgt die Lebenszeitinzidenz des Anabolikamissbrauchs 0,5–5% der Bevölkerung, mit beträchtlichen Unterschieden in den Subpopulationen (z. B. höhere Raten bei Bodybuildern und Leistungssportlern).
  • Metandienon (Dianabol®) ist die vermutlich am weitesten verbreitete Substanz im Fitnessbereich.

Tagarakis und Addicks wiesen im Tierversuch an Mäusen deutliche Veränderungen am Herzmuskel durch Anabolikaanwendung nach. Dieses führte zu einer Hyperthrophie der Herzmuskelzelle, wobei eine verbesserte Kapillarisierung zur notwendigen O2-Versorgung aber ausblieb. Bei sportlichen Höchstleistungen könnte somit eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff auftreten und zu Schäden führen. Zunehmend wird von Nebenwirkungen durch Anabolika in medizinischen Fachzeitschriften berichtet, wobei auf zahlreiche Todesfällen durch Herzinfarkte nach Anabolikaanwendung hingewiesen wird.

Definition

„Wie bei Drogen gibt es auch organisierte Dopingringe“, sagt Jürgen Steinacker. Dealer besorgen sich die Waren meist im Ausland und stellen sie dann in Untergrundlabors her. Weil Testosteron sehr teuer ist, kaufen viele Sportler die billigen Medikamente, ohne zu wissen, was sie genau enthalten.

Anabolika-Doping: Steroide sind alles andere als harmlos

Wer sie einnimmt, wird aggressiv, unausgeglichen und potenziell auch abhängig. „Die Männer werden unausstehlich und darunter leiden die Sozialbeziehungen“, sagt Steinacker. Auch aus diesem Grund schätzt er den Missbrauch von leistungssteigernden Medikamenten als großes gesellschaftliches Problem ein. Das in anabolen Steroiden enthaltene Testosteron steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern fördert auch die männliche Geschlechtsausprägung.

Einige Ärzte verordnen auch Patienten mit AIDS-bedingtem Muskelabbau und Krebspatienten anabole Steroide. Es gibt jedoch nur wenige Daten, die die Wirksamkeit einer solchen Therapie belegen, und kaum Leitlinien über die Beeinflussung der Grunderkrankungen durch Androgen-Supplemente. Testosteron soll die Wundheilung fördern und bei Muskelverletzungen helfen; aber es gibt keine Daten, die diese Theorien stützen. Zu den anabolen Steroiden gehören Testosteron und Substanzen, die chemisch oder pharmakologisch mit Testosteron verwandt sind, das, das Muskelwachstum fördert; es gibt eine große Anzahl an Präparaten im Handel.

Über die Verwendung in Fitnesscentern gibt es bis heute keine gesicherten Erhebungen. Ein Großteil der gehandelten Stoffe kommt aus Osteuropa, die dort zum Teil noch zugelassen sind, während sie in Deutschland, Westeuropa und den USA verboten wurden. Stellvertretend hierfür sei Dianabol® (Metandienon, Metandrostenolon, Methylandrostadienolon) genannt, welches seit 1987 aus der Arzneistoffliste gestrichen ist.

Die Androgene, zu denen Bodybuilder so gerne greifen, sind nur ein Teil davon. Glukokortikoide und Mineralkortikoide zählen ebenso zu den Steroiden wie Östrogene und Gestagene (siehe »Steroidhormone«). Erstere gehören zur Standardtherapie vieler chronischer Erkrankungen, Letztere haben Ende der 1960er Jahre die Verhütung revolutioniert. 17 organisierte Verbrecherbanden konnte Europol enttarnen, neun Dopinglabore ausheben und 3,8 Millionen verbotene Substanzen beschlagnahmen.

Was ist der Earth Day?

Zwischen den C-Atomlen 5 und 6 gibt es jetzt eine Doppelbindung, und am C-Atom 17 hängt ein verzweigter Alkylrest. Allerdings enthalten Steroide keine langen Fettsäuren, sondern basieren auf einem Phenanthren-Gerüst, das mit einem aus fünf C-Atomen bestehenden Ring verbunden ist. Renale Nebeneffekte anaboler Steroide werden unterschiedlich beurteilt. Erhöhte Werte von Serumharnstoff, -harnsäure und Hyperphosphatämie können durch Anabolika induziert werden [12].